W. Umminger – Die Wiederkunft des Magiers

Walter Umminger - Die Wiederkunft des MagiersWalter Umminger
Die Wiederkunft des Magiers

Wie anders kann man sich einem Magier nähern, wenn nicht beschwörend? So bringen die zehn (freilich fiktiven) Séancen in diesem Buch nicht nur den ganz persönlichen streitbaren Geist des Henricus de Nettesheym, genannt Cornelius Agrippa, zutage, der im 16. Jahrhundert sein (Un)Wesen trieb, sondern auch den nicht minder Unwesen treibenden Geist der Zeit: Er ist es vor allem, der die Erkenntnisse dieses Zauberers, Mediziners, Alchimisten und Astrologen so interessant macht, denn an der Struktur von Herrschaft hat sich bis heute wenig geändert.
Cornelius Agrippa, alias sein Geist, der sich natürlich über diese alte Verkörperung längst hinausgewachsen sieht, geht nicht zimperlich um mit der Menschheit (die er als Masse verachtet) und mit Gott (den es für ihn nicht gibt). Das Recht dazu hat er sich redlich erworben in seinen historisch-philosophischen Schriften (sein Hauptwerk: Über die Eitelkeit und Unsicherheit der Wissenschaften), aus denen nach jeder Séance Auszüge beigefügt sind, die zeigen, dass die Geschichte doch nicht willkürlich erfunden ist.

226 Seiten. 1991. Verlag Peter Erd.
ISBN 3-8138-0205-1